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EM-Semifinale 1 in Rawicz, PL am 05.06.2010


EM-Semifinale 1 in Rawicz, Polen
am 05.06.2010

Am vergangenen Wochenende habe ich den Trip nach Polen angetreten. Wir hatten ja schon ein wenig Muffensausen wegen dem Hochwasser dort, aber wenn man schon einmal unter " Schwarz - Rot - Gold " bei einem EM-Semifinale antreten darf, dann macht man es auch. Wir sind also die Nacht durchgefahren und morgens um 7.00 Uhr dort angekommen. D. H., mein Team hat sich mit dem Fahren abgewechselt und TB und ich konnten schön ausschlafen. Mitten in der Stadt, hier muß das Navi uns eine falsche Adresse angezeigt haben, war mein Gedanke, aber nein, wir waren richtig.



Bei dem schönsten Wetter unter tollen Bedingungen sollten wir einen spitzen Tag erleben.
Wir haben also erst einmal die Motorräder in meine Box ausgeladen und uns "häuslich" für den Tag eingerichtet.



Mama hat in der Zwischenzeit eine Stadionbegehung gemacht, um zu sehen, von wo sie die besten Fotos machen kann.
An der Anzeigentafel stand noch alles auf null. Später durfte ich dann unter der Nr.



5 Punkte eintragen. Und Ihr könnt mir glauben, bei dem Fahrerfeld war ich richtig glücklich und zufrieden mit meiner Leistung.



Tja, die Deutsche Flagge ist nur für mich an diesem Tag gehisst worden.



Leider war  ich der einzige Deutsche Fahrer, der an dem Rennen teilgenommen hat. René Deddens, der ja eigentlich auch fahren sollte, hat kurzerhand abgesagt. Es ist aber auch leider kein Betreuer vom DMSB mit an Bord gewesen, und das war nicht so toll. Viele der anderen Fahrer hatten wirklich ihre betreuenden Verbände dabei, aber ich war auf mich allein gestellt. (Natürlich meine ich nicht mein Team, denn das ist immer für mich da.) Ich war so auf die Hilfe der wenig englisch sprechenden anderen Betreuer angewiesen, denn vom Verein hat keiner Englisch gesprochen, und ich bin der polnischen Sprache nicht gewachsen. Egal, auch das haben wir hinbekommen. Es ist nur schade, denn die deutschen Rennen werden doch auch immer so gut betreut, warum dann nicht im Ausland, wenn man dort schon vom DMSB hingeschickt wird?
Egal, Dank der Hilfe vom Betreuer vom Engländer Kyle Newman und dem Vater vom Russen Andrey Kudryashov hat alles geklappt.
Mein Training lief gut. Ich bin rum gekommen und wir haben dann die Motorräder danach richtig übersetzt.



Wir haben alle eine sehr chice Weste mit Nationalflagge bekommen, die ich aber leider wieder abgeben mußte.



Zwischen den Läufen hatten wir nicht viel Zeit. Es mußte alles immer recht schnell gehn.



Papa und ich haben dann die Motorräder zum zweiten mal zur Abnahme gefahren.



Weil meine lieben Mechaniker sich ihre Pause wohl verdient hatten.




Noch bevor die Fahrervorstellung los geht, lauf ich mit TB noch einmal die Bahn ab.



Danach haben sich dann alle Fahrer so langsam zur Fahrerbesprechung eingesammelt.



Und nach der Besprechung haben sich dann alle für die Fahrervorstellung fertig gemacht.



Es ist schon klasse, vor vielen Zuschauern bei so einem wichtigen Rennen mit vorgestellt zu werden.







Neben mir auf dem Foto ist Kyle Newman zu sehen.




Und wie Mama so ist, wo ich bin, fotografiert sie auch.

So, nun aber zum Rennen:
Leute, ich habe mich total auf das Rennen gefreut, und dann las ich das Programm und habe nur gedacht, da mußt du jetzt durch. Und es hat Spaß gemacht.
Meinen ersten Lauf mußte ich gleich gegen Andrey Kudryashov, Kamil Cieslar und Sergiy Borysenko fahren. Und ich konnte noch einen Punkt vor A. Kudryashov ergattern.



Für mich war es ganz wichtig, daß ich im ersten Lauf schon gleich einen Punkt erzielen konnte, was mich für den zweiten Lauf noch mehr angespornt hat.
Ich hatte einen echt guten Start, und wollte mir den 2. Platz nicht nehmen lassen.






Den zweiten Lauf habe ich nämlich dicht hinter K. Gomolski mit zwei Punkten beenden können. Es war ein so klasse Lauf, der echt Laune gemacht hat zu fahren.




Ja und dann kam der 3. Lauf, meine null Nummer. Ich bin mit meinem Motorrad auf die Bahn gefahren und habe da auf einmal etwas gemeines in meinem Allerwertesten gespürt. Schnell mußte ich ins Fahrerlager zurück, um die Ersatzmaschine zu holen. Die zwei Minuten liefen, aber ich konnte nicht mit abgebrochener Sitzhalterung fahren. Leider war die 2. Maschiene nicht richtig übersetzt, so konnte ich keinen Punkt erkämpfen.


 

Trotz allem hatten Papa und ich gut lachen. Es hat uns Spaß gemacht.




Und dann kam mein 4. Lauf, bei dem ich wieder einen Punkt gefahren habe.



Es ist schon eine harte Nummer gegen Przemyslaw Pawlicki, Mateusz Lukaszewski und Nick Lourens zu fahren. Nick Lourens konnte ich allerdings hinter mir lassen.




Und in meinem letzten Lauf konnte ich auch noch einen Punkt ergattern.

Mein Fazit:
Ich bin zwar in der EM nicht weiter, aber ich war mit meiner Leistung sehr zufrieden. Es hat Spaß gemacht, meine Knochen sind heil und meine Bikes auch.

Roggenweg 12, 25785 Nordhastedt